Friedhof Unterreichenbach

Friedhof Unterreichenbach

Seit die Kirche besteht, war sie vom Friedhof umgeben. Diese alte Verbindung von Kirche und Friedhof bezeugt die „Gemeinschaft der Heiligen“, d. h. die durch den Glauben an die Auferstehung der Toten untrennbare Verbindung zwischen den Lebenden und den im Glauben an Christus Verstorbenen.

Der ursprüngliche Friedhof war sehr klein. Bei der Erstellung von Gräbern, wenige Meter von der Kirche entfernt, stößt man immer wieder auf alte Mauerfundamente, was auf eine Art Wehrkirchenanlage hindeuten könnte.

Wir wissen von mehreren Erweiterungen des Friedhofs. Mit der Kirchenrenovierung ab 1695 wurde eine Neugestaltung vollzogen, zusammen mit der Errichtung einer neuen Kirchhofmauer. 1766 wurde wieder eine für 62 Gulden und 45 ½ Kreuzer mit einem angrenzenden Gemeindeplätzchen durchgeführt. 1877 kamen 0,22 Tagwerke hinzu.

Eine größere Erweiterung wurde nach 1950 durch das Abtragen eines Hügels am Albersreuther Weg begonnen und 1956 abgeschlossen. Das Grundstück mit 1.061 qm stellte der Landwirt Friedrich Meister damals unentgeltlich zur Verfügung. Von der politischen Gemeinde Unterreichenbach kamen 105 qm dazu. So standen etwa 300 Grabstätten zur Verfügung, die jedoch nach 25 Jahren fast alle belegt waren. So wurde 1991 wieder eine Erweiterung in Angriff genommen und am Himmelfahrtsfest, dem 20. Mai 1993, eingeweiht. Sie bietet Platz für etwa 150 Gräber. Die Gestaltung der letzten Erweiterungen lag in den Händen der Landschaftsarchitekten Hermann Thiele (1956) und Gerhard Thiele (1993) aus Wolkersdorf.

Alte Grabsteine konnten leider nicht erhalten bleiben, da sie meist aus Sandstein waren und nach einiger Zeit zerfallen sind.

Die für das Erscheinungsbild des älteren Friedhofsteils charakteristische Traueresche hat Hauptlehrer Friedrich Schneider zum Andenken an seinen im Alter von 23 Jahren am 14. Juni 1913 verstorbenen Sohn Wilhelm gepflanzt.

Die politische Gemeinde Unterreichenbach hat 1932 das Leichenhaus errichtet, das 1960 bei der Eingemeindung nach Schwabach in den Besitz der Stadt übergegangen ist. Die für den Friedhof vom Kirchenvorstand erlassene Friedhofsordnung will dazu beitragen, dass der dörfliche Charakter des Friedhofs um die alte Kirche herum bewahrt bleibt.

Urnengrabfeld

Die aktuelle Friedhofs- und Gebührenordnung können Sie hier herunterladen:

Friedhofs- und Gebührenordnung.pdf

Friedhof auf der Landkarte finden.